Work-Life-Balance verbessern – 8 Tipps für eine bessere Balance im Homeoffice

Rene
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Dein Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bringen, kann eine Herausforderung sein, aber es ist wichtig. Hier erfährst du, wie du deine Work-Life-Balance heute verbessern kannst.

Oft hat die Arbeit Vorrang vor allem anderen in unserem Leben. Unser Wunsch, beruflich erfolgreich zu sein, kann uns dazu bringen, unser eigenes Wohlbefinden zurückzustellen. Eine harmonische Work-Life-Balance oder Work-Life-Integration ist aber nicht nur für unser körperliches, emotionales und geistiges Wohlbefinden wichtig, sondern auch für unsere Karriere.

Was ist die Work-Life-Balance und warum ist sie wichtig?

Die Work-Life-Balance ist der Zustand des Gleichgewichts, in dem eine Person den Anforderungen ihrer Karriere und den Anforderungen ihres Privatlebens gleichermaßen Priorität einräumt. Einige der häufigsten Gründe, die zu einer schlechten Work-Life-Balance führen, sind:

  • Zunehmende Verantwortung bei der Arbeit
  • Längere Arbeitszeiten
  • Zunehmende Verantwortung zu Hause
  • Kinder haben

Eine gute Work-Life-Balance, laut Fehlzeitenreport 2012, hat zahlreiche positive Auswirkungen, darunter weniger Stress, ein geringeres Burnout-Risiko und ein größeres Wohlbefinden. Davon profitieren nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber.

Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten ein Umfeld bieten, das die Work-Life-Balance unterstützt, können Kosten sparen, haben weniger Fehlzeiten und eine loyalere und produktivere Belegschaft. Arbeitgeber, die Optionen wie Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten anbieten, können ihren Beschäftigten helfen, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren.

Wenn du einen Zeitplan erstellst, der für dich passt, solltest du überlegen, wie du am besten ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben herstellen kannst.

Bei der Work-Life-Balance geht es weniger darum, die Stunden deines Tages gleichmäßig zwischen Arbeit und Privatleben aufzuteilen, sondern darum, die Flexibilität zu haben, Dinge in deinem Berufsleben zu erledigen und trotzdem Zeit und Energie zu haben, dein Privatleben zu genießen.

Es kann sein, dass du an manchen Tagen länger arbeitest, damit du später in der Woche Zeit hast, andere Aktivitäten zu genießen.

8 Möglichkeiten für eine bessere Work-Life-Balance

Hier sind acht Möglichkeiten, wie du eine bessere Work-Life-Balance schaffst und wie du eine unterstützende Führungskraft sein kannst.

1. Akzeptiere, dass es keine „perfekte“ Work-Life-Balance gibt.

Wenn du „Work-Life-Balance“ hörst, stellst du dir wahrscheinlich vor, dass du einen extrem produktiven Arbeitstag hast und früh Feierabend machst, um die andere Hälfte des Tages mit Freunden und Familie zu verbringen. Auch wenn das ideal erscheint, ist es nicht immer möglich.

Strebe nicht nach dem perfekten Zeitplan, sondern nach einem realistischen. An manchen Tagen konzentrierst du dich vielleicht mehr auf die Arbeit, während du an anderen Tagen mehr Zeit und Energie hast, um deinen Hobbys nachzugehen oder Zeit mit deinen Lieben zu verbringen. Das Gleichgewicht wird im Laufe der Zeit erreicht, nicht an jedem Tag.

„Es ist wichtig, dass du im Fluss bleibst und immer wieder überprüfst, wo du im Vergleich zu deinen Zielen und Prioritäten stehst. Manchmal brauchen dich deine Kinder, ein anderes Mal musst du beruflich verreisen, aber wenn du dir erlaubst, dich jeden Tag neu auszurichten und deine Bedürfnisse zu überprüfen, ist das der Schlüssel zum Gleichgewicht.“

Zitat: Bestseller Authorin Heather Monahan

2. Finde einen Job, den du liebst.

Auch wenn Arbeit eine erwartete gesellschaftliche Norm ist, sollte deine Karriere dich nicht einschränken. Wenn du hasst, was du tust, wirst du nicht glücklich sein, so einfach ist das. Du musst nicht jeden Aspekt deines Jobs lieben, aber er muss aufregend genug sein, damit du nicht jeden Morgen mit Grauen aus dem Bett steigst.

Karriere Coach Heather Monahan empfiehlt, einen Job zu finden, den du so leidenschaftlich magst, dass du ihn auch umsonst machen würdest. „Wenn dein Job dich auslaugt und es dir schwerfällt, die Dinge zu tun, die du außerhalb der Arbeit liebst, stimmt etwas nicht“.

„Vielleicht arbeitest du in einem toxischem Umfeld, für eine toxische Person oder du machst einen Job, den du nicht wirklich liebst. Wenn das der Fall ist, ist es an der Zeit, dir einen neuen Job zu suchen.“

Siehe: Wann ist es Zeit den Job zu kündigen? 5 Zeichen für einen Jobwechsel

3. Setze Prioritäten für deine Gesundheit.

Deine allgemeine körperliche, emotionale und geistige Gesundheit sollte dein Hauptanliegen sein. Wenn du mit Ängsten oder Depressionen zu kämpfen hast und glaubst, dass dir eine Therapie guttun würde, dann plane diese Sitzungen in deinen Zeitplan ein, auch wenn du dafür früher von der Arbeit gehen oder deinen abendlichen Spinning-Kurs sausen lassen musst

Wenn du mit einer chronischen Krankheit kämpfst, solltest du dich nicht scheuen, dich an schlechten Tagen krank zu melden. Wenn du dich überanstrengst, kannst du nicht gesund werden und musst möglicherweise in Zukunft noch mehr Urlaubstage nehmen.

„Wenn du deiner Gesundheit den Vorrang gibst, wirst du ein besserer Mitarbeiter und Mensch“, sagt Monahan. „Du wirst weniger bei der Arbeit fehlen, und wenn du da bist, wirst du glücklicher und produktiver sein.

Die Priorisierung deiner Gesundheit muss nicht aus radikalen oder extremen Aktivitäten bestehen. Es kann so einfach sein wie tägliche Meditation oder Sport.

4. Hab keine Angst abzuschalten.

Von Zeit zu Zeit die Verbindung zur Außenwelt zu kappen, ermöglicht es uns, uns vom wöchentlichen Stress zu erholen und gibt uns Raum für andere Gedanken und Ideen. Abschalten kann etwas Einfaches sein, wie z.B. eine Mediation oder Achtsamkeitsübungen bei denen du aktiv deine Umgebung beobachtest und genießt, auf dem täglichen Weg zur Arbeit, anstatt E-Mails zu lesen oder auf Instagram und TikTok zu surfen.

5. Nimm dir Urlaub.

Um wirklich abzuschalten, musst du manchmal Urlaub nehmen und die Arbeit für eine Weile ganz abschalten. Egal, ob dein Urlaub aus einem Tag oder einer zweiwöchigen Reise nach Bali besteht, es ist wichtig, dass du dir eine Auszeit nimmst, um körperlich und geistig aufzutanken.

Laut einer Befragung des Job Portals Indeed, gaben 13% der Beschäftigten an, dass sie 13 Tage am Stück oder mehr Urlaub nehmen. Arbeitnehmer/innen haben oft Angst, dass ihr Urlaub den Arbeitsablauf stört und sie bei ihrer Rückkehr mit einem Rückstau an Arbeit konfrontiert werden. Diese Angst sollte dich nicht davon abhalten, eine dringend benötigte Auszeit zu nehmen. Dabei erholen wir uns im Regelfall erst richtig ab 2 Wochen Urlaub am Stück.

Die Wahrheit ist, dass es nicht edel ist, sich keine wohlverdiente Auszeit von der Arbeit zu nehmen; die Vorteile eines freien Tages überwiegen bei weitem die Nachteile. Mit der richtigen Planung kannst du dir eine Auszeit gönnen, ohne dich zu sorgen, dass du deine Kolleginnen und Kollegen belastest oder mit einem riesigen Arbeitspensum konfrontiert wirst, wenn du zurückkommst.

Eine Studie der Tillburg University („Leisure sickness“: A pilot-study on its prevalence, phenomenology, and background„) hat zudem herausgefunden, dass Arbeitnehmer vermehrt am Wochenende oder im Urlaub krank werden, wenn sie über mehrere Jahre konstantem Stress, ohne Pausen, ausgesetzt sind.

6. Nimm dir Zeit für dich und deine Nächsten.

Auch wenn dein Job wichtig ist, sollte er nicht dein ganzes Leben bestimmen. Du warst schon vor deinem Job ein Individuum und solltest den Aktivitäten oder Hobbys, die dich glücklich machen, Vorrang einräumen.

?Eine ausgewogene Work-Life-Balance kann nur durch bewusstes Handeln erreicht werden kann.

Wenn du deine persönliche Zeit nicht fest einplanst, wirst du nie Zeit haben, andere Dinge außerhalb der Arbeit zu tun. Egal wie hektisch dein Zeitplan auch sein mag, letztlich hast du die Kontrolle über deine Zeit und dein Leben.

Wenn du Zeit mit deinen Liebsten planst, solltest du einen Kalender für romantische und familiäre Verabredungen erstellen.

Es mag seltsam erscheinen, mit deinem Partner eine spezielle Zeit einzuplanen aber so stellst du sicher, dass ihr eine gute Zeit miteinander verbringt, ohne dass es zu Konflikten zwischen Arbeit und Leben kommt. Nur weil die Arbeit dich auf Trab hält, heißt das nicht, dass du persönliche Beziehungen vernachlässigen solltest.

Mach dir klar, dass dich niemand in deinem Unternehmen so liebt oder schätzt, wie deine Freunde und Familie es tun. Egal, für wie wichtig du deine Arbeit hältst, als Arbeitnehmer wird es dem Unternehmen kaum etwas ausmachen, wenn du morgen nicht mehr da bist.

7. Lege Grenzen und Arbeitszeiten fest.

Setze dir und deinen Kollegen Grenzen, um ein Burnout zu vermeiden. Wenn du das Büro verlässt, vermeide es, über anstehende Projekte nachzudenken oder E-Mails der Firma zu beantworten.

Überlege dir, ob du einen separaten Computer oder ein Telefon für die Arbeit hast, damit du es ausschalten kannst, wenn du Feierabend machst. Wenn das nicht möglich ist, verwende getrennte Browser, E-Mails oder Filter für deine beruflichen und privaten Plattformen.

Außerdem empfiehlt es sich, bestimmte Arbeitszeiten festzulegen. Egal, ob du unterwegs oder zu Hause arbeitest, es ist wichtig, dass du festlegst, wann du arbeitest und wann du aufhörst zu arbeiten. Sonst kann es passieren, dass du spät nachts, im Urlaub oder an freien Wochenenden arbeitsbezogene E-Mails beantwortest.

8. Setze dir Ziele und Prioritäten (und halte dich an sie)

Setze dir erreichbare Ziele, indem du Zeitmanagement-Strategien anwendest, deine To-Do-Liste analysierst und Aufgaben streichst, die wenig oder gar keinen Wert haben.

Achte darauf, wann du bei der Arbeit am produktivsten bist und blockiere diese Zeit für deine wichtigsten arbeitsbezogenen Aktivitäten. Vermeide es, alle paar Minuten deine E-Mails und dein Telefon zu checken, denn das sind große Zeit Fresser, die deine Aufmerksamkeit und Produktivität beeinträchtigen.

Wenn du deinen Tag strukturierst, kannst du deine Produktivität bei der Arbeit steigern und hast dadurch mehr Zeit, um dich außerhalb der Arbeit zu entspannen.

Der Aufstieg des flexiblen Arbeitsplatzes

Diejenigen, die ein erfolgreiches Gleichgewicht zwischen ihren beiden Arbeitsplätzen schaffen, verweisen oft auf ihre flexiblen Arbeitszeiten. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass viele Arbeitgeber ihren Beschäftigten in den letzten sieben Jahren mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit und des Arbeitsortes eingeräumt haben.

„Es ist klar, dass Arbeitgeber weiterhin mit weniger Ressourcen für Leistungen, die direkte Kosten verursachen, zu kämpfen haben“, sagt Ken Matos, ehemals leitender Forscher und Senior Director of Employment Research and Practice bei der gemeinnützigen Forschungsorganisation Families and Work Institute.

„Sie haben es sich jedoch zur Priorität gemacht, ihren Beschäftigten Zugang zu einer größeren Vielfalt an Leistungen zu gewähren, die ihren individuellen und familiären Bedürfnissen entsprechen und ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden verbessern.“

Flexibilität kann sich auf lange Sicht für Arbeitgeber auszahlen. „Mit Blick auf die Zukunft ist klar, dass Arbeitgeber flexible Arbeitsmöglichkeiten anbieten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wenn sie Top-Talente anziehen und halten wollen“, sagt Hank Jackson, Präsident und CEO der Society for Human Resource Management.

Work-Life-Balance bedeutet für jeden etwas anderes, denn schließlich haben wir alle unterschiedliche Lebensverpflichtungen. In unserer „Always-on“-Welt ist das Gleichgewicht eine sehr persönliche Angelegenheit, und nur du kannst entscheiden, welcher Lebensstil am besten zu dir passt.

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