Betrügerische Remote Job Angebote | 5 Warnsignale

Rene
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Angenommen, du bewirbst dich auf eine Stelle, die dir seriös erscheint und du hast einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Du fängst an dich vorzubereiten und mittendrin fällt dir auf, dass etwas nicht stimmt. Sind es nur die Nerven, oder steckst du mitten in einem Jobbetrug?

Es gibt bestimmte Alarmglocken, die während des Vorstellungsgesprächs laut und deutlich läuten sollten, um dir zu signalisieren, dass es sich bei dieser „Gelegenheit“ nicht um eine seriöse handelt.

Was ist Jobbetrug?

Beim herkömmlichen Jobbetrug, kopieren Betrüger die komplette Webpräsenz einer seriösen Firma und geben sich als diese aus. Ziel der Betrüger ist es meist an persönliche Daten und an Kopien sensibler Daten wie dem Personalausweis zu gelangen.

Dazu besteht die Gefahr sich bei Jobs wie der Paketannahme oder beim Finanzagenten (bei dem man Zahlungen entgegennimmt und diese weiterleitet, wegen Geldwäsche und weiteren Vergehen strafbar zu machen.

Wenn du seriöse Remote Jobs aus dem Homeoffice suchst, schau doch mal im Job Board von Homeoffice Central vorbei.

5 Warnsignale für unseriöse Remote Jobs

1. Deine Qualifikationen spielen keine Rolle

Du bewirbst dich auf eine Stelle, die perfekt zu sein scheint. Der Job ist flexibel, du würdest das tun, was du liebst, und du bist dafür qualifiziert! Aber wenn es dann zum Vorstellungsgespräch kommt, stellt dir dein Gesprächspartner nicht wirklich viele Fragen. Stattdessen scheint er mehr daran interessiert zu sein, dir den Job schmackhaft zu machen und dich dazu zu bringen, ja zu sagen.

Das ist bei einem richtigen Vorstellungsgespräch nie der Fall. Der Arbeitgeber wird dich auf Herz und Nieren prüfen und dich gründlich über deine bisherigen Berufserfahrungen und darüber befragen, warum du für das Unternehmen geeignet bist. Wahrscheinlich lässt er dich auch eine Art Testprojekt durchführen.

Wenn dein Gesprächspartner nicht daran interessiert ist, was du mitbringst, könnte es sein, dass du auf einen Jobbetrug hereinfällst.

Es könnte natürlich aber auch sein, dass die Hürde zum Einstieg sehr gering ist. In diesem Fall ist die Tätigkeit evtl. nicht zu Anspruchsvoll und die einzelnen Mitarbeiter sind leicht austauschbar.

2. Du bekommst die Stelle sofort angeboten

Machen wir uns nichts vor: Jobbetrüger wollen keine langwierigen Vorstellungsgespräche führen. Sie wollen dich nur ködern. Wenn du also nach 10 Minuten Gespräch mit einem potenziellen Arbeitgeber ein Jobangebot bekommst, kann das ein Zeichen für unseriöse Arbeit sein.

Selbst für eine Einstiegsposition ist es selten, dass du sofort eingestellt wirst, selbst wenn du eine schillernde Persönlichkeit und viel Berufserfahrung hast. Überlege es dir gut, wenn du sofort eine Stelle angeboten bekommst – die meisten Unternehmen lassen sich ein paar Wochen (vielleicht sogar ein paar Monate) Zeit, um ihre Entscheidung zu treffen.

3. Das Vorstellungsgespräch findet per Instant Message statt

Du hast dich für einen Remote Job beworben und das Unternehmen befindet sich in einem anderen Bundesland oder Land – wenn es überhaupt ein Büro hat. Da ist es nur logisch, dass du für ein persönliches Vorstellungsgespräch nicht ins Büro gehst.

Die meisten seriösen Unternehmen führen Vorstellungsgespräche über eine Kombination aus Telefon und Video (oder anderen synchronen Gesprächen). Einige wenige führen Vorstellungsgespräche ausschließlich über Chats (z. B. Slack), aber wenn du während des gesamten Vorstellungsgesprächs nicht mit einer Person sprichst, handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrug.

4. Du wirst nach persönlichen Informationen oder Geld gefragt

Es ist wahrscheinlich, dass ein Arbeitgeber, der im Rahmen des Bewerbungsverfahrens nach persönlichen Daten oder Geld fragt, ein Betrüger ist. Wenn der Interviewer während des Gesprächs nach diesen Informationen fragt (selbst wenn er dir ein Angebot gemacht hat), handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrug.

Aber auch nachdem du den gesamten Bewerbungsprozess durchlaufen hast, kannst du noch betrogen werden. Bevor du deine Sozialversicherungsnummer und deine Bankverbindung preisgibst, solltest du deine Sorgfaltspflicht erfüllen.

Überprüfe deinen Gesprächspartner, indem du nach ihm suchst oder ihn auf LinkedIn aufsuchst. Kontaktiere das Unternehmen direkt, um zu bestätigen, dass die Stelle wirklich existiert. Suche über Google nach „Firmenname + Betrug“ und schau, was dabei herauskommt. Geh auch direkt auf die Website des Unternehmens und sieh nach, vor welchen Arten von Betrug sie Jobsuchende warnen.

Wenn alles in Ordnung ist, kannst du wahrscheinlich loslegen. Wenn du aber nichts über das Unternehmen oder den Interviewer finden kannst, solltest du es dir zweimal überlegen, bevor du deine persönlichen Daten preisgibst.

5. Du hast ein Vorstellungsgespräch bei einem „geheimnisvollen“ Unternehmen

Ein Personalverantwortlicher meldet sich bei dir auf LinkedIn, um eine Stelle bei einem „Top-Unternehmen“ in deinem Bereich zu besetzen. Na toll! Du bist natürlich begeistert (und dankbar, dass du dir die Zeit genommen hast, dein LinkedIn-Profil auszufüllen). Als es dann zum Vorstellungsgespräch kommt, fragst du ganz aufgeregt, bei welchem Unternehmen du dich bewirbst – und dein Gesprächspartner sagt es dir nicht. Der Grund: Der „Recruiter“ hat Angst, dass du das Unternehmen direkt kontaktierst und dich verlierst.

Als Arbeitssuchender hast du ein Recht darauf, den Namen des Arbeitgebers und des Personalchefs zu erfahren, wann das Unternehmen die Stelle besetzen will und in welcher Beziehung der Gesprächspartner zu dem Unternehmen steht. Wenn die Person sich weigert, diese Informationen zu geben, ist es wahrscheinlich, dass es sich um einen Betrug handelt.
Sichere Suche

Leider sind die Kategorien „Remote“, „Flexibel“ und „Hybride Jobs“ ein lohnendes Ziel für Betrüger. Aber das sollte dich nicht davon abhalten, nach einer solchen Stelle zu suchen. Bleib auf der sicheren Seite und nutze die oben genannten Tipps, um dich bei deiner Jobsuche zu unterstützen. Und vor allem: Höre auf dein Bauchgefühl – wenn es zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

Fazit

Bei aller Freude über eine Zusage für einen neuen Remote Job sollte die Naivität nicht siegen. Auch wenn es viele seriöse Arbeitgeber gibt, die einen relativ schnell einstellen, ist es jedoch immer von großem Vorteil eine gewisse Recherche zu betreiben wenn es um die neue Stelle geht.

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