„Ich hasse meinen Job“ | Was du tun kannst!

Rene
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Du hast Gedanken die sich anfühlen wie: „Ich hasse meinen Job“, „Ich hasse meine Firma“, oder „Ich hasse meinen Chef“?

Keine Sorge du bist nicht allein. Denn dann geht es dir wie 60% der in Deutschland lebenden Personen. Das berichtete das Handelsblatt schon 2009 (mit leicht extremeren Zahlen)

Was du tun kannst, wenn du deinen Job hasst

Was kannst du tun, wenn du deinen Job, dein Unternehmen, deinen Chef, deine Branche oder sogar alles an deinem Arbeitsleben hasst? Das Wichtigste zuerst: Behalte deine Gefühle für dich.

💡 Wenn du dich öffentlich über deinen Job beschwerst, kann das nach hinten losgehen, egal ob du dich im Büro, beim Mittagessen mit deinen Kollegen oder dich auf deinen Social Media Kanälen beschwerst.

Wenn du schlecht über deine Arbeit sprichst, beeinträchtigt das deine berufliche Integrität und kann sogar dazu führen, dass dir gekündigt wird oder dein Chef dich absichtlich negativ herausfordert (mit Mobbing etc.).

Bleibe nicht an einem Ort, an dem du dich unwohl fühlst:

job hass bleibe nicht an einem ort
  • Wenn es sich um eine neue Stelle handelt, lohnt es sich unter Umständen Strategien anzuwenden die deinen Job doch noch in eine gute Bahn lenken.
  • Vielleicht kannst du mit deinem Arbeitgeber zusammenarbeiten, damit du dich bei der Arbeit wohler fühlst.
  • Es gibt auch Schritte die du unternehmen kannst, um weiterzuziehen, wenn du deinen Job hasst und nicht glücklich bist.
  • Zu viele Menschen verbringen zu viel Zeit in Jobs oder Arbeitsumgebungen, die sie nicht mögen oder sogar aktiv hassen. Es ist die Mühe wert, andere Möglichkeiten zu erkunden.

Es ist in deinem besten Interesse, einen Job zu finden, der besser zu dir passt. Du wirst nicht nur glücklicher und gesünder sein, sondern wahrscheinlich auch bessere Leistungen in deinem Job erbringen. Das könnte später zu besseren Chancen führen, einschließlich Beförderungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Gehaltserhöhungen.

7 Dinge die du in deinem neuen Job auf keinen Fall tun solltest

Behalte deine „negativen“-Gedanken für dich

rendel auf Petzmodus und leichte rattenfresse kommt aus busch
Eine klassische Petze.

Wenn du deinen Job hasst, behalte es für dich und teile es maximal mit deiner Familie oder deinen engen Freunden.

Je mehr Menschen von deiner Abneigung erfahren, desto wahrscheinlicher ist es, dass die falsche Person auf deine Beschwerden stößt und sie mit Kolleginnen, Vorgesetzten oder sogar der Unternehmensleitung teilt.

Nicht nur Arbeitnehmer nutzen soziale Netzwerke, sondern auch Arbeitgeber. In einer Umfrage von CareerBuilder aus dem Jahr 2018, gaben 70 % der Arbeitgeber an, dass sie soziale Medien nutzen um sich über potenzielle Mitarbeiter zu informieren.

⚠️ Denk dran: Es ist für Arbeitgeber leicht sich über dich in den Sozialen Medien zu erkunden. Achte darauf was man über dich im Internet findet.

Tweets, TikToks oder Instagram Fotos können zum Beispiel in der Google-Suche auftauchen. Und wenn du nicht auf deine Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook achtest, kann die falsche Person auch dort über deinen Frust stolpern.

Das man so etwas nicht auf LinkedIn teilt, sollte jedem klar sein :).

Es ist einfach, den Verlust deines Jobs zu vermeiden, indem du dich nicht beschwerst. Es ist sinnvoller, deinen Ausstieg aus dem Unternehmen strategisch zu planen, wenn die Zeit reif ist.

Behalte deinen Job und beschwere dich nicht. Es macht mehr Sinn sich strategisch geschickt den Zeitpunkt einer Kündigung oder des Jobwechsels zu überlegen und abzuwarten.

Du bist nicht allein

Jeder von uns kann in einem Job landen, den er hasst. Das kann passieren. Der Job ist vielleicht nicht das, was du erwartet hast. Die Tätigkeit an sich ist vielleicht in Ordnung, aber dein Chef oder deine Kollegen sind schrecklich. Vielleicht magst du die Arbeitszeiten, die Kunden oder irgendetwas anderes an deinem Arbeitsumfeld nicht.

Und das ist okay.

Wenn du den Punkt erreichst, an dem du dir eingestehst, dass du deinen derzeitigen Job hasst, ist das kein schlechter Zustand. Zumindest weißt du es jetzt und kannst deine nächsten Schritte planen.

Kündige nicht einfach spontan

Kündige deinen Job nicht einfach. Die Frustration, an einem Ort zu arbeiten, den du nicht ausstehen kannst, kann schwer zu ertragen sein. Aber die meisten von uns können es sich nicht leisten, überstürzt zu kündigen – zumindest nicht ohne einen anderen Job in Aussicht zu haben.

Überlege dir zunächst, wie du deinen Job weitermachen kannst:

  • Bist du sicher, dass du wirklich kündigen musst, oder machst du eventuell derzeit eine schwere Zeit durch?
  • Gibt es etwas, dass du anders machen könntest um bei der Arbeit glücklicher zu sein?
  • Ist eine Versetzung oder einen Schichtwechsel eine Möglichkeit? Gibt es etwas, dass dich davon überzeugen würde zu bleiben?
  • Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Dinge so zu verändern, dass du deinen Job zumindest positiv durchstehen kannst. Denke über die Alternativen nach, bevor du dich entscheidest, zu gehen. Es ist nicht immer leicht, einen neuen Job zu finden. Wenn es eine Lösung gibt, ist sie es wert, verfolgt zu werden. Wenn nicht, ist es an der Zeit seine Sachen zu packen und weiterzuziehen.

Mach dich bereit für die Jobsuche

Ein mongolischer junger Jäger auf der Jagd… nach Jobs

Wenn du auf keinen Fall bleiben willst, ist das in Ordnung. Wenigstens bist du dir jetzt sicher. Trotzdem solltest du deinen Job noch nicht kündigen. Es ist einfacher, einen neuen Job zu finden, während du noch einen Job hast. Zudem hast du für 3 Monate keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, wenn du selbst kündigst.

  • Suche dir erst einen neuen Job bevor du kündigst. Die Startzeit deines neuen Jobs wählst du so, dass die alte Arbeit gerade endet wenn der neue Job beginnt. Die Kündigungsfrist kannst du meist aus deinem Vertrag entnehmen. Diese Beträgt nach der Probephase meist 3 Monate.
  • Kündige nicht selbst, sollte sich eine Lücke zum nächsten Job ergeben. Es sei denn, du hast genug Kapital gespart. Wenn du selbst gekündigt hast und eine Lücke entsteht, bist du 3 Monate für das Arbeitslosengeld 1 gesperrt. In dieser Zeit bekommst du normalerweise 60% deines Nettogehalts der letzten 12 Monate.

💡Je besser du vorbereitet bist, desto einfacher wird deine Arbeitssuche sein.

Nimm dir die Zeit, um dein LinkedIn-Profil zu erstellen oder zu aktualisieren. Schreibe eine gute LinkedIn-Profilzusammenfassung deines Werdegangs. Aktualisiere deinen Lebenslauf. Besorge dir ein paar Referenzen. Baue dein Netzwerk auf, indem du dich mit allen, die du kennst, auf LinkedIn und den anderen wichtigen Netzwerkseiten verbindest.

💡Du entscheidest selbst wie man dich online wahrnimmt.

Unterhalte dich mit einem Job Coach um neue Perspektiven zu eröffnen

Beginne deine Jobsuche auf leisen Sohlen

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Beginne deine Jobsuche ruhig und diskret. Verbreite nicht den Fakt, dass du auf Jobsuche bist, aus denselben Gründen, aus denen du deinen Hass auf deinen Job verschweigst. Du willst nicht, dass dein Chef oder jemand anderes weiß, dass du kündigen willst, bis du bereit bist die Nachricht selbst, direkt zu überbringen.

Jobsuchmaschinen sind die perfekte Plattform, um zu sehen, welche Jobs für Bewerber/innen mit deinem Hintergrund verfügbar sind. Sieh dir ein paar davon an und probiere sie dann aus. Bewirb dich auf Stellen und sprich privat (per E-Mail, Facebook, LinkedIn-Nachrichten usw.) mit deinen neuen Kontakten über deine Absichten, eine neue Stelle in Betracht zu ziehen.

Du weißt noch nicht, wie du vorgehen sollst? Ein paar hilfreiche Tipps reichen aus, um deine Jobsuche in Gang zu bringen und auf Kurs zu halten. Denke daran, dass es eine Weile dauern kann, bis du eine neue Stelle findest, also sei auf einen langen Weg vorbereitet.

Sei vorsichtig mit dem was du zu wem sagst

Wenn du glaubst, dass du endlich eine neue Stelle gefunden hast und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest, wirst du es wahrscheinlich von den Dächern rufen wollen. Auch wenn du dein Glück laut verkündigen möchtest, sage nicht, dass du deinen Job gehasst hast. Bleib ruhig und neutral bis positiv über deinen alten Job. Das zeigt ein viel besseres Bild und zeigt den Erwachsenen in dir.

Unternehmen prüfen Referenzen. Sie fragen in Vorstellungsgesprächen nach früheren Arbeitgebern. Was und vor allem wie du es sagst, ist wichtig.

Personalverantwortliche und potenzielle Arbeitgeber suchen nach Leuten, die ihr Unternehmen und den Ruf aufbauen und nicht zerstören wollen. Wenn du in einem Vorstellungsgespräch schlecht über einen früheren Arbeitgeber sprichst, sagt das mehr über dich aus als über das Unternehmen. Außerdem weißt du nie, wen dein Gesprächspartner kennen könnte.

Kündige mit Stil

Wenn du einen neuen Job gefunden hast kündige mit Würde und einer Kündigungsfrist die Vertraglich vereinbart ist. Behalte toxisches Verhalten für dich und biete an, die Übergabe vorzubereiten und durchzuführen.

Abgesehen davon, dass du damit deine Chancen verlierst, ist es deine Zeit nicht wert, wenn du mit verbrannter Erde an die Trennung herangehst. Es ist besser, wenn du deine Energie und deine Perspektive auf deinen neuen Job konzentrierst und deine Ziele in dieser Zeit überarbeitest und neu definierst.

Ein paar Tipps wenn du das Geld brauchst und nicht in absehbarer Zeit kündigen kannst:

  • Mach mehr Pausen und nimm dir mehr Zeit für dich. Wenn du deinen Job hasst, kann deine Produktivität darunter leiden. In dem du dir, während der Arbeit, mehr Zeit für dich nimmst (z.B. in Form von mehreren Pausen und Spaziergängen) denkst du nicht dauernd daran, dass du ganze 8 Stunden für deinen Job aufbringst.
  • Gönne dir etwas Gutes. Wenn du aufgrund deiner finanziellen Situation nicht in absehbarer Zeit kündigen kannst, lebe dein Leben umso mehr nach deinen Regeln! Geh öfter aus und gönn dir eventuell eine kleine Sache auf die du schon so lang Lust hattest. Etwas Ablenkung der negativen Gedanken hilft!
  • Plane deinen Morgen und die Zeit nach der Arbeit. Mit einem geplanten Morgen fällt es dir leichter aufzustehen und deinen Fokus erstmal auf dich und deine Routine zu setzen. Mit einem geplanten Feierabend, konzentriert sich dein Gehirn auf die Aktivität nach der Arbeit und du freust dich schon darauf was nach der Arbeit passiert. Die Arbeit an sich kommt dir dann mehr und mehr vor, wie ein Termin den du dazwischen abhacken musst.
  • Wenn gar nichts hilft und du nur noch miserabel drauf bist, hol dir etwas medizinische Hilfe. Sprich mit einem Psychotherapeuten und erzähle ihm deine Situation. Ihr werdet sicher gemeinsam eine Lösung finden! (Therapie Plätze zu finden ist derzeit alles andere als leicht, doch zum Glück gibt Hotlines für wirklich akute Fälle wie bei „Wege-Zur-Therapie“.

Alternative Jobs wenn du deinen Job hasst

Gefällt dir dein Job aber du magst die Hierarchie oder die Arbeitskultur nicht?

Vielleicht ist Freelancing etwas für dich oder du möchtest einfach und ruhig von Zuhause aus arbeiten.

Schau gerne mal in ins Homeoffice Jobboard rein.

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